Freitag, 9. Dezember 2011
Don't you forget about me, your creativity...
Ermattende Arbeit und körperliche Mangelzustände
mögen einstweilen die Initialzündung geben, für
einen Ausbruch in kreative Gefilde des menschlichen
Daseins.... zumindest habe ich es früher so gesehen..

Früher - das war vor 4-13 Jahren -früher schrieb
ich Gedichte, heute fasse ich die Bruchstücke meiner
mir verbliebenen Gedankenwelt in einem Blog zusammen.

Früher fotografierte ich mit Leidenschaft, nahm meine
Umwelt mit dem Auge des ewigen Wanderers wahr,
stets auf der Suche nach neuen Motiven oder
Arrangements - heute schweift mein Blick nach
innen, um mich von allem abzuwenden.

Früher gestaltete ich Logos und Layouts mit
lächerlich einfachen Hilfsmitteln in nächtelangen
Sitzungen am PC, heute bleibt mir nur die Position
des gaffenden und staunenden Interessenten...

Früher traumwandelte ich in den Wäldern der
Heimat, genoss es, jene fantastische Kulisse
zu erblicken, zu ertasten, mit allen Sinnen
wahrzunehmen und mit dem gesamten mir innewohnenden Enthusiasmus wertzuschätzen.

Heute rieselt nur noch der feine Staub der
Erinnerungen, welcher sich in die tiefen
Furchen des Reliefs meines Lebens legt...

Aber jene Lebenslinien erscheinen flach und formlos,
je häufiger man mit grobem Sandpapier oder
Hammer und Meißel darüberfährt.

Am Ende verbleibt eine stumpfe, konturlose
Oberfläche und das Unvermögen, hiermit jemals
wieder Erinnerungen und Emotionen aufzunehmen...

"Even starlight seems miserable
Fragile memories hurt my mind..."

(Sargeist - "returning to misery and comfort")

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